Symposien Samstag

Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 
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Raum Paris 16:15 - 17:45 03.10.2015
Symposium Sa29
Okuläre Lymphome
Vorsitzende/r: Vinodh Kakkassery (Bochum), Nicole Stübiger (Berlin)

Ziel des Symposiums ist die übersichtliche Darstellung sämtlicher Lymphome am Auge sowie eine systematische Einbettung der einzelnen Lymphomenitäten nach Malignitätsgrad und immunhistochemischer Charakteristika. Die vorgestellten Therapievorschläge werden insbesondere auf die Antigeneigenschaften des Tumors abgestimmt sein. Im Symposium wird der Audienz eine erweitertes Verständnis zur immunhistochemische-basierten Diagnostik und zur zielgerichteten, interdisziplinären Therapie vermittelt. Von Bedeutung ist vor allem auch die Vermittlung eines grundlagenbasierten Verständnis des Krankheitsbildes.
Referent/in: Roland Schroers (Bochum)
Die Behandlung von Non-Hodgkin-Lymphomen der B-Zellreihe (B-NHL) ist durch den klinische Einsatz von monoklonalen Antikörpern und Tyrosinkinaseinhibitoren zu wesentlichen wesentlich verbessert worden. Im Rahmen des Vortrags werden die Grundprinzipien von Chemo- und Immuntherapien sowie Therapieverfahren mit ausgewählten Tyrosinkinaseinhibitoren bei verschiedenen B-NHL vorgestellt. Die Potentiale der modernen Therapieansätze in der Behandlung von okulären Lymphomen werden erläutert.
Referent/in: Vinodh Kakkassery (Bochum)
Ziel des Referats ist die Darstellung einer histopathologisch-orientierten Diagnostik von Augenanhangslymphomen mit Leitlinien-gerechter Therapieauswahl. Ein besonderer Fokus wird, angesichts einer zunehmenden Individualisierung der Behandlung, auf das Für und Wider jeder Therapieoption gelegt. Die gewünschte rege Diskussion in der Sitzung soll dem Vorgehen wie in einer interdisziplinären TU-Konferenz gleichen.
Referent/in: Nicole Stübiger (Berlin)
Da es sich beim Primär Vitreoretinalen Lymphom (PVRL) um eine seltene Erkrankung handelt, gibt es nach wie vor grosse Unsicherheiten hinsichtlich der vorhandenen jedoch unterschiedlichen Möglichkeiten bezüglich Diagnose und Therapie. In diesem Vortrag werden die heutzutage gängigen diagnostischen Verfahren aufgezeigt und die modernen therapeutischen Ansätze diskutiert.
Referent/in: Deshka Doycheva (Tübingen)
Das choroidale Lymphom ist eine seltene Erkrankung und wird in ein primäres und ein sekundäres choroidales Lymphom eingeteilt. Das primäre Aderhautlymphom ist ein niedrig-malignes B-Zell-Lymphom. Die sekundären choroidalen Lymphome stellen okuläre Manifestationen disseminierter systemischer Lymphome dar. Typische klinische Zeichen eines Aderhautlymphoms sind multifokale, gelb-weißliche choroidale Infiltrate. Die Aderhaut-Biopsie ist der Goldstandard in der Lymphom-Diagnostik. Die Therapieoptionen beinhalten eine perkutane Strahlentherapie, eine Immuntherapie und eine Chemotherapie. Die Langzeitprognose beim primären Aderhautlymphom ist in der Regel gut. Die Prognose bei den sekundären choroidalen Lymphomen ist von dem Malignitätsgrad des systemischen Lymphoms abhängig.
Referent/in: Uwe Schlegel (Bochum)
Die wichtigste diagnostische Maßnahme bei primären ZNS Lymphomen (PZNSL) ist die Magnetresonanztomographie (MRT) des Hirns. Die Liquordiagnostik bedient sich zunehmend neuer, präziser, jedoch noch nicht in großen Serien validierter Marker. Die wirksamste Behandlung der PZNSL ist eine medikamentöse Therapie, basierend auf klassischen Zytostatika. Baustein jeder effektiven Therapie ist hochdosiertes Methotrexat intravenös. Zusätzliche Chemotherapeutika, wie Cytosinarabinosid oder Ifosfamid verbessern die Ansprechraten, wie wahrscheinlich auch die Gabe von CD20-Antikörpern. Eine theoretische Rationale haben neue Substanzen wie MTOR-Inhibitoren, Immunmodulatoren, selektive Inhibitoren des B-Zell-Rezeptors und Substanzen, die auf das Tumormikroenvironment Einfluss nehmen und die bereits in ersten klinischen Studien getestet wurden.