Symposien Samstag

Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 
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Saal A&B 09:45 - 11:15 03.10.2015
Symposium Sa09
Altersabhängige Makuladegeneration: Hochauflösendes in vivo Imaging und funktionelle Implikationen
Vorsitzende/r: Frank G. Holz (Bonn), Daniel Pauleikhoff (Münster), Steffen Schmitz-Valckenberg (Bonn)

Neue innovative bildgebende Verfahren tragen aufgrund hochauflösender in-vivo Visualisierung wesentlich zum Verständnis der verschiedenen phänotypischen Ausprägungen der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) bei. In diesem Symposium werden die Detektion und Analyse von AMD-Veränderungen auf verschiedenen Ebenen sowie deren Relevanz hinsichtlich funktioneller Einschränkungen sowie prognostischem und prädiktivem Wert  erörtert. Eine topographische Zuordnung von Funktion und morphologischer Veränderung kann u.a. mit ortsaufgelösten Verfahren wie der photopischen und neuerdings auch skotopischen Mikroperimetrie erreicht werden. Automatisierte Detektionsalgorithmen können besonders bei Verlaufsveränderungen akkurate quantitative Auswertungen ermöglichen.
Referent/in: Britta Heimes (Münster)
Der detaillierten Diagnostik der AMD kommt eine besondere Bedeutung zu, um beispielsweise frühzeitig eine Behandlungsbedürftige Form abzugrenzen. Die En-Face Ansicht hilft, eine dreidimensionale, räumliche Vorstellung der Erkrankung zu gewinnen und die Ausdehnung einer Veränderung abzuschätzen. In dieser Betrachtung bietet die OCT-Angiographie eine nicht-invasive Darstellung der Perfusion der Netzhaut, welche eine hohe Korrelation zur Fluoreszeinangiographie zeigt. Beispiele sollen Vor- und Nachteile der Verfahren zeigen.
Referent/in: Carel B. Hoyng (Nijmegen)
Late-onset Stargardt disease is a often missed diagnosis. It is a monogenetic retinal disease that should be well differentiated from dry AMD. There may be about 5000 cases in Germany or more. Although the clinical picture resembles AMD it can be differentiated. Advices for these patients are different from those that should be give to AMD patients.
Referent/in: Monika Fleckenstein (Bonn)
Referent/in: Sandrine A. Zweifel (Zürich)
Referent/in: Steffen Schmitz-Valckenberg (Bonn)
Retikuläre Drusen lassen sich mit hochauflösenden bildgebenden Verfahren sehr häufig bei Patienten mit allen Stadien der altersabhängigen Makuladegeneration darstellen. Neuere Forschungsergebnisse beschreiben verschiedenen phänotypische Ausprägungsformen und dynamische Veränderungen über die Zeit. Weiterhin hat das Ausmaß von retikulären Drusen funktionelle Implikationen mit topographischer und tomographischer Korrelation vor allem zur skotopischen Sensitivität.
Referent/in: Stefan Saur (München)
Algorithmen zeigen das Potential, Arbeitsschritte wie die Alignierung von retinalen Aufnahmen unterschiedlicher Zeitpunkte und Modalitäten sowie die Erkennung und Quantifizierung von Biomarkern zu automatisieren, um gebündelt in Softwaretools die Befundung zu unterstützen. Für die Früherkennung der AMD wurden im Rahmen eines Förderprojekts Algorithmen zur Detektion von Hyperpigmentierungen entwickelt und auf einem multimodalen longitudinalen Datensatz evaluiert. Hierbei erzielte die automatische Alignierung vergleichbare Ergebnisse wie eine manuelle. Unter Verwendung von mehreren Modalitäten (Farbfundusphotographie und Fundusautofluoreszenzbildgebung) gelang eine Steigerung der Performance.