Symposien Samstag

Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 
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Saal 2 09:45 - 11:15 03.10.2015
Symposium Sa12
Consilium ophthalmopathologicum – Symposium der Sektion DOG-Ophthalmopathologie
Vorsitzende/r: Martina Christina Herwig (Bonn), Claudia Auw-Hädrich (Freiburg)

Das Symposium unterstreicht anhand von klinisch-pathologischen Fallberichten die Bedeutung der Ophthalmopathologie im Bezug auf die Qualitätssicherung in der Medizin. Fälle mit unerwartetem histologischen Befund, welche die Therapie und weitere Behandlung des Patienten maßgeblich beeinflussen, werden in diesem Symposium präsentiert.
Referent/in: Philipp Lothar Müller (Bonn)
Ein 82-jähriger Patient stellte sich mit einem lachsfarbenen Bindehauttumor am linken Auge vor. Klinisch fiel in der Läsion ein umschriebener, derber, weißlicher Anteil auf. Die histopathologische und immunhistochemische Aufarbeitung des Biopsats ergab ein CD20+ Marginalzonen-Lymphom der Bindehaut mit Amyloidablagerungen. Extranodale Marginalzonenlymphome sind die häufigsten Lymphome im Bereich der okulären Adnexe. Eine assoziierte Amyloidproduktion ist sehr selten und hat nach aktuellem Kenntnisstand keine prognostische Relevanz.
Referent/in: Maya Bauer (Kiel)
Präsentiert werden phakomatöse Choristome bei 3 männlichen Neugeborenen, welche von auswärts zugesandt wurden. Die typische Lokalisation dieser meist im 1. Lebensjahr auffallenden Tumore, nasal inferior, ist unspezifisch, so dass die definitive Diagnosestellung des phakomatösen Choristoms ausschließlich histo- und immunpathologisch möglich ist. Das phakomatöse Choristom stellt eine Fehlbildung durch unvollständige Wanderung während der Organogenese der Linse dar.
Referent/in: Ingo Schmack (Frankfurt am Main)
Fremdkörper-Granulome können durch eine Vielzahl von in der Natur vorkommenden oder synthetisch hergestellten Materialien hervorgerufen werden. Im Beitrag werden zwei Beispiele eines ungewöhnlichen Bindehaut-Granuloms des Kindesalters vorgestellt und anhand histologischer, immunohistochemischer und elektronenmikroskopischer Befunde diskutiert.
Referent/in: Agnes Berta (Erlangen)
Ein 40 jähriger Patient stellte sich in unserer Klinik mit verschwommenem Sehen am linken Auge sowie wiederholten Lidschwellungen beidseits (L>R) vor. Der Visus rechts war 1,0 und links 0,5. Die geschwollenen Lider zeigten Xantelasmen ähnliche Hautveränderungen. Extern wurde vorher bei Xantelasmen eine Blepharoplastik beidseits durchgeführt. Am linken Auge zeigte sich biomikroskopisch eine deutlich reduzierte Break-up time sowie eine Keratopathia superficialis punctata der zentralen und inferioren Hornhaut. Hertel Exophthalmometrie rechts 19 mm und links 21 mm. Die weiteren Befunde waren beidseits unauffällig. Allgemeinerkrankungen des Patienten waren Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridämie, allergisches Asthma und eine chronische Sinusitis. Im CT zeigte sich eine orbitale Raumforderung mit Infiltration der Tränendrüse, des Musculus rectus lateralis und superior sowie einer Schwellung der Nasennebenhölen. Wir führten eine transkonjunktivale anteriore Orbitotomie mit incisionaler Biopsie am linken Auge durch. Im Biopsat zeigen sich Anschnitte von Fett und Bindegewebe. Das Bindegewebe enthält Follikel mit deutlich vergrößerter Mantelzone. Die interfollikulären Bereiche zeigen sklerosiertes Bindegewebe mit Fibrose und zahlreichen Histiozyten mit schaumigem Zytoplasma.
Referent/in: Lisa Zimmermann (Freiburg)
Präsentation eines ungewöhnlichen pyogenen Granuloms der tarsalen Bindehaut des Unterlides, assoziiert mit einem malignen epithelialen Tumor bei einem 55-jährigen Patienten. Mögliche pathogenetische Zusammenhänge werden diskutiert. In der Literatur ist die Kombination eines pyogenen Granuloms mit einem Plattenepithelkarzinom bzw. einer conjunctivalen intraepithelialen Neoplasie unseres Wissens nach bisher nicht beschrieben.
Referent/in: Elisabeth M. Messmer (München)