Symposien Samstag

Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 
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von Graefe Saal 09:45 - 11:15 03.10.2015
Symposium Sa08
Videothek Orbitachirurgie
Vorsitzende/r: Wolf Lagrèze (Freiburg), Marc Metzger (Freiburg)

Die Orbita kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein. Diese umfassen angeborene Fehlbildungen, Verletzungen der Weichteile und knöchernen Strukturen, Entzündungen, teils im Rahmen endokrinologischer Erkrankungen, Gefäßerkrankungen und nicht zuletzt Tumorerkrankungen, welche lebensbedrohliche Konsequenzen haben können und aus der Orbita in benachbarte Strukturen des Schädels einwachsen können. Entsprechend sind an der Behandlung orbitaler Erkrankungen viele Disziplinen beteiligt. Die Video-Sitzung soll einen Überblick über aktuelle, möglichst minimalinvasive und interdiszplinär ausgerichtete Therapieformen geben. Erfahrene Operateure zeigen in einem zentralen Vortragssaal Videos von interessanten und komplexen Eingriffen aus dem Bereich der Orbitachirurgie. Schritt für Schritt wird das Vorgehen gezeigt und dabei erläutert.
Referent/in: Hans-Werner Meyer-Rüsenberg (Hagen)
Das persistierende Post-Enucleation-Socket-Syndrom mit tiefem Oberlidsulcus und eingesunkenem Orbitaimplantat stellt ein großes Problem dar. Eine Methode zur Anhebung des Orbitaimplantats und zur Vorwärtsbewegung (dosiert) stellt die Implantation von Rippenknorpel dar. Der Film zeigt die Implantation von Rippenknorpel durch einen transconjunctivalen Schnitt und Abhebung des Periostes in die Orbitaspitze.
Referent/in: Julia Biermann (Freiburg)
Wir berichten über eine Patientin mit Trap door Fraktur des Orbitabodens und zeigen das Video der Orbitabodenrevision mit Befreiung des Musculus rectus inferior aus dem nicht dislozierten Frakturspalt.
Referent/in: Wolf Lagrèze (Freiburg)
Das Video erläutert die Indikationsstellung und Technik der transkonjunktivalen Kryoextraktion retrobulbär gelegener kavernöser Hamangiome.
Referent/in: Marc Metzger (Freiburg)
Referent/in: Wolf Lagrèze (Freiburg)
Über einen transkutanen Zugang via Oberliddeckfalte kann die laterale knöcherne Orbitawand mit peizochirurgischen Geräten unter Erhalt ihrer Vorderkante sicher entfernt werden. Im Video wird diese Technik erläutert und die Möglichkeiten der interaoperativen Bildgebung zur Qualitätssicherung dargestellt. Die Technik bietet sich für Patienten mit mäßigem Exophthalmus ohne Optikuskompression an.
Referent/in: Jan Kaminsky (Berlin)
Referent/in: Wolf Lagrèze (Freiburg)
Patienten mit Stauungspapillen aufgrund idiopathischer intrakranieller Hypertension benötigen spätestens bei drohendem Funktionsverlust eine Senkung des Hirndrucks. Wenn pharmakologische Maßnahmen nicht ausreichen, wird bei neurologischer Begleitsymptom meist vom Neurochirurgen ein VA-Shunt gelegt. Stehen jedoch die ophthalmologischen Symptome im Vordergrund, bietet sich die Optikusscheidenfensterung als Alternative an. Ihre Technik wird im Video gezeigt.
Referent/in: Stefan Mattheis (Essen)
Die endoskopische balancierte Orbitadekompression ist ein effektives Verfahren zur Behandlung der endokrinen Orbitopathie. Die endoskopische Biopsie und Resektion von Orbitatumoren ist ein minimal-invasives Verfahren, welches auch bei intrakonalen Tumoren und Tumoren der Orbitaspitze erfolgreich angewendet werden kann. Insbesondere der laterale endoskopische Zugang ermöglicht eine Erweiterung der bestehenden Indikationen zur endoskopischen Orbitachirurgie. In unserem Video werden die Techniken der endoskopischen balancierten Orbitadekompression und der endoskopischen Biopsie und Resektion von Raumforderungen der Orbita ausführlich demonstriert und erläutert.
Referent/in: Ulrich Schaudig (Hamburg)
Der Videobeitrag zeigt die operative Entfernung eines Fremdkörpers der anterior medialen Orbita. Der Patient stellte sich aufgrund der Einschränkung der Motilität Monate nach einer Bindehautverletzung vor, die zunächst ohne weitere Diagnostik als Bagatellverletzung beurteilt worden war.
Referent/in: Michael P. Schittkowski (Göttingen)
Ein signifikantes orbitales Volumendefizit kann kongenital, bei angeborenem Anophthalmus oder Mikrophthalmus, oder - in der Mehrzahl der Fälle - erworben nach Enukleation (Post-Enukleations-Socket-Syndrom) vorliegen. Selbstquellende Hydrogelexpander bieten hier Möglichkeiten der Kompensation. Im Video werden minimal-invasive und auch offen chirurgische Möglichkeiten der Anwendung demonstriert.
Referent/in: Christoph Hintschich (München)
Referent/in: Christoph Hintschich (München)
In den OP-Sequenzen werden Lagerung des Patienten, Entnahme des Dermis-Fett-Transpantats aus der Glutealregion und das Einsetzten des Transplantats in eine anophthalmische Augenhöhle ohne Orbitaimplantat mit relativem Volumenmangel und verkürzten Fornizes gezeigt.
Referent/in: Susanne Pitz (Mainz)
Gezeigt wird der transkonjunktivale Zugang zu Orbitaboden und lateraler Orbitawand: nach einer Fettgewebsresektion erfolgt die knöcherne Dekompression mit einer Ultraschallknochensäge („piezosurgery“), die ein sehr übersichtliches Arbeiten ermöglicht. Die tiefen Anteile der lateralen Wand werden mit der Diamantfräse dekomprimiert, womit insbesondere die Fossa lacrimalis und die distal davon liegende Fläche gut erreicht werden kann. Bei Bedarf kann dieser Zugang auch zu einer Dreiwanddekompression erweitert oder mit Eingriffen am Oberlid (transpalpebrale Fettgewebsresektion, Oberlidverlängerung) kombiniert werden.