Symposien Donnerstag

Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 
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Saal 2 14:30 - 16:00 01.10.2015
Symposium Do18
Schwierige Therapieentscheidungen in der Strabologie – Symposium der Bielschowsky Gesellschaft
Vorsitzende/r: Anja K. Eckstein (Essen), Christina Beisse (Heidelberg)

Vorstellungen von Handlungspfaden für die chirurgische Korrektur der Augenstellung bzw. der Korrektur bei pathologisch eingeschränkter Augenbeweglichkeit bei schwierigen Ausgangssituationen. Y Plastik versus Faden OP, Einsatz von Implantaten, Gegenparesen, Vorstellung neuer OP Techniken.
Referent/in: Birgit Lorenz (Gießen)
Die komplexen und ausgeprägten Motilitätseinschränkungen bei erworbener Okulomotoriusparalyse und beim Fibrosesyndrom als kongenitaler Aplasie /Hypoplasie des Okulomotoriuskerns (CCDDs) stellen eine therapeutische Herausforderung dar ohne Anspruch auf eine Restitutio ad integrum. Bei der Okulomotoriusparalyse sind Transpostionen von ganzen oder geteilten Muskeln effektiv. Beim Fibrosesyndrom erweitern Interponate mit z.B. Tutopatch das therapeutische Spektrum. Anhand von Fallbeispielen werden Möglichkeiten und Grenzen azufgezeigt.
Referent/in: Claude Speeg-Schatz (Straßburg)
The aim of the study is to determine the best way to achieve alignment of the visual axes in early-onset strabismus: botulinum toxin or surgery. The aims, advantages and disadvantages of surgery according to age will be set against the techniques and advantages of botulinum toxin injection in the two medial recti muscles, the precise indications for using toxin together with results and any side effects.
Referent/in: Martin Nentwich (Vaterstetten)
Referent/in: Bettina K. Wabbels (Bonn)
Bei Patienten mit hoher Achsenmyopie kann es aufgrund einer veränderten Lage der Augenmuskeln mit Dislokation des Bulbus in die temporal-obere Orbita zu charakteristischen Augenbewegungsstörung mit Hebungs- und Abduktionsdefizit kommen, die zu Esotropie und Hypotropie führen. Ziel der Operation ist die Normalisierung des Muskelverlaufs. Dies kann durch eine retroäquatoriale Myopexie („Faden-OP“) des M. rect. lateralis erfolgen. Eine neue Operationsmethode stellt die sogenannte Yokoyama-Operation dar, bei der eine Verbindung zwischen dem M. rectus lateralis und dem M. rectus superior geschaffen wird.
Referent/in: Julia Fricke (Köln)
Die Festlegung, welche operativen Prozeduren an welchem Auge zur Behandlung eines Strabismus oder eines Nystagmus durchzuführen sind, erfordert im Individualfall stets die Berücksichtigung vieler Parameter. Führungsverhalten und Visus, Motilität, eventuelle Voroperationen, eine eventuelle Kopfzwangshaltung und organische Augenerkrankungen sind neben der Erwartungshaltung des Patienten mit in die Überlegungen einzubeziehen. Das Referat diskutiert die unterschiedlichen Indikationen zur Operation am Führungsauge.