Symposien Donnerstag

Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 
engl
Saal 2 16:15 - 17:45 01.10.2015
Symposium Do25
Psychophysics meets structure – Symposium der DOG-Kommission für die Qualitätssicherung sinnesphysiologischer Untersuchungsverfahren und Geräte
Vorsitzende/r: Ulrich Schiefer (Aalen), Michael Bach (Freiburg)

Die 113. DOG-Tagung steht unter dem Leitmotiv “Augenheilkunde - grundlagenbasiert und interdisziplinär“. Das aktuelle Symposium der DOG-Kommission zur Qualitätssicherung sinnesphysiologischer Untersuchungsverfahren und Geräte (QSS) greift dieses Motto speziell im Hinblick auf psychophysische Untersuchungsverfahren und deren strukturelles Korrelat auf.
Referent/in: Wolf Harmening (Bonn)
By using adaptive optics driven ophthalmoscopy, functional testing of single photoreceptor cells in living humans is in clear reach. Results from proof-of-principle experiments are presented, together with first clinically relevant applications in cases of retinal disease. The potential and challenges of the current methodology are discussed.
Referent/in: Michael Bach (Freiburg)
Die visuell evozierten Potentiale (VEP) erlauben eine objektive Funktionsbeurteilung der primären Sehbahn, insbesondere zur objektiven Visusschätzung. Bei Verwendung vieler Karogrößen tritt oft störend ein “notch” auf, ein Amplitudeneinbruch bei mittleren, deutlich erkennbaren Karogrößen. Neben destruktiven zeitlichen Überlagerungen vermuten wir destruktive Überlagerung der Dipolmomente verschiedener Cortexorte. Interindividuell gibt es große Unterschiede der Cortexmorphologie. Unsere Erklärungshypothesen haben wir in mehreren Experimenten geprüft, aber noch bestehen Rätsel.
Referent/in: Ulrich Schiefer (Aalen)
Im Rahmen der X-SCOPE Studie wurden insgesamt 30 (12 männlich, 17 weiblich) Patienten mit glaukomatöser Optikusneuropathie im Alter zwischen 34 und 77 Jahren eingeschlossen und über einen Zeitraum von 18 Monaten in dreimonatlichen Intervallen kontrolliert. Die Gesichtsfeldunter­suchungen erfolgten am OCTOPUS 101-Perimeter (Fa. HAAG-STREIT, Köniz/Schweiz) mit einer schnellen schwellenbestimmenden Strategie (GATE = German Adaptive Threshold Estimation). Hierbei kam ein polares Raster mit zusätzlicher, individueller, automatischer Raster-Verdichtung (autoSCOPE) – speziell in Skotom-(Rand-)Bereichen – zum Einsatz. Da diese Vorgehensweise bei konventionellen globalen Gesichtsfeldindices (z.B. MD = Mean Defect) zu systematischen Fehlern (bias) führen könnte, wird hier erstmals ein neues Verfahren eingeführt, das eine dreidimensionale/ volumetrische Auswertung des gesamten Gesichtsfeldbergs zulässt. Dieser rasterbezogene Ansatz bildet dabei die Differenz zwischen den Volumina des („übergestülpten“) altersbezogenen Norm-Gesichtsfeldhügels und des individuellen Gesichtsfeldbergs bzw. interaktiv festzulegenden Teilbereichen: Hierbei werden auf jedem Rasterpunkt „Säulen“ mit quadratischer Grundfläche (vergleichbar der Hochhauslandschaft in Manhattan) errichtet, deren vertikale Ausdehnung die lokale Höhe des individuellen Lichtunterschiedsempfindlichkeits-Bergs widerspiegelt. Diesen vom Boden aufsteigenden „Hochhaus-Stalagmiten“ werden korrespondierende, von der Hüllkurve des altersbezogenen Norm-Gesichtsfeldhügels herabhängende „Stalaktiten“ mit ebenfalls quadratischer Grundfläche zugeordnet deren Gesamtheit das Defektvolumen repräsentiert. Unterstützung: Fa. PFIZER (München): X-SCOPE-Studie (ClinicalTrials.gov Identifier: NCT01068938)
Referent/in: Matthias Müller (Aalen)
Im Rahmen der X-SCOPE Studie wurden insgesamt 30 (12 männlich, 17 weiblich) Patienten mit glaukomatöser Optikusneuropathie im Alter zwischen 34 und 77 Jahren eingeschlossen und über einen Zeitraum von 18 Monaten in dreimonatlichen Intervallen kontrolliert. Die Gesichtsfeldunter­suchungen erfolgten am OCTOPUS 101-Perimeter (Fa. HAAG-STREIT, Köniz/Schweiz) mit einer schnellen schwellenbestimmenden Strategie (GATE = German Adaptive Threshold Estimation). Hierbei kam ein polares Raster mit zusätzlicher, individueller, automatischer Raster-Verdichtung (autoSCOPE) – speziell in Skotom-(Rand-)Bereichen – zum Einsatz. Da diese Vorgehensweise bei konventionellen globalen Gesichtsfeldindices (z.B. MD = Mean Defect) zu systematischen Fehlern (bias) führen könnte, wird hier erstmals ein neues Verfahren eingeführt, das eine dreidimensionale/ volumetrische Auswertung des gesamten Gesichtsfeldbergs zulässt. Dieser rasterbezogene Ansatz bildet dabei die Differenz zwischen den Volumina des („übergestülpten“) altersbezogenen Norm-Gesichtsfeldhügels und des individuellen Gesichtsfeldbergs bzw. interaktiv festzulegenden Teilbereichen: Hierbei werden auf jedem Rasterpunkt „Säulen“ mit quadratischer Grundfläche (vergleichbar der Hochhauslandschaft in Manhattan) errichtet, deren vertikale Ausdehnung die lokale Höhe des individuellen Lichtunterschiedsempfindlichkeits-Bergs widerspiegelt. Diesen vom Boden aufsteigenden „Hochhaus-Stalagmiten“ werden korrespondierende, von der Hüllkurve des altersbezogenen Norm-Gesichtsfeldhügels herabhängende „Stalaktiten“ mit ebenfalls quadratischer Grundfläche zugeordnet deren Gesamtheit das Defektvolumen repräsentiert. Unterstützung: Fa. PFIZER (München): X-SCOPE-Studie (ClinicalTrials.gov Identifier: NCT01068938)
Referent/in: Hermann Krastel (Neckargemünd)