Postersitzungen, Freitag, 2.10.2015

 
Foyer Estrel 13:15 - 14:15 02.10.2015
Postersitzung PFr04
Retina: Vitreoretinales Interface / Diabetes Retina: Vitreoretinal Interface / Diabetes
Vorsitzende/r: Christos Haritoglou (München), Matthias Lüke (Lübeck)

Referent/in: Julian Klaas (München)
Hintergrund: Ziel dieser retrospektiven Untersuchung war es, die Partneraugen von Patienten mit durchgreifendem Makulaforamen (FTMH) hinsichtlich des Status der vitreoretinalen Grenzfläche mittels hochauflösender optischer Kohärenztomographie (SD-OCT) zu untersuchen. Patienten und Methoden: Der vitreomakuläre Übergang der Partneraugen von insgesamt 34 Patienten mit FTMH ohne persistierende makuläre Adhäsion, die im Zeitraum von 2009 bis 2010 eingeschlossen wurden, wurde im hochauflösenden OCT (SD-OCT) bezüglich des Vorliegens einer vitreomakulären Adhäsion (VMA), einer vitreomakulären Traktion (VMT), eines durchgreifenden Makulaforamens (FTMH), eines Makulaschichtforamens (LMH) und einer epiretinalen Membran (ERM) untersucht. Hierbei verwendeten wir die Klassifikation nach Duker et al. (Ophthalmology, 2013) für Pathologien des vitreomakulären Übergangs. Wir erhoben unter anderem die Fläche der makulären Adhäsion, die Makuladicke, das Makulavolumen, strukturelle Veränderungen der Netzhautschichten (z.B. Innen- und Außensegment der Photorezeptoren) sowie das Vorliegen von intra- und subretinaler Flüssigkeit. Ergebnisse: Bei 2 (5,88 %) der 34 Patienten mit FTMH konnte im SD-OCT des Partnerauges ebenfalls ein FTMH nachgewiesen werden. Bei 3 Patienten (8,82 %) lag eine VMT vor. 5 Partneraugen (14,71%) wiesen eine epiretinale Gliose auf, 2 davon ein begleitendes Makulaschichtforamen. Bei 18 der 34 Patienten (52,94 %) zeigte sich am Partnerauge ein unauffälliger Befund der vitreomakulären Grenzfläche. Bei 7 Patienten (20,59 %) zeigte sich eine VMA. Somit lag bei 73,53 % der Partneraugen ein physiologischer Augenhintergrund vor. Schlussfolgerung: Das hochauflösende OCT (SD-OCT) ermöglicht eine detaillierte Untersuchung der vitreomakulären Grenzfläche. Unsere Untersuchungen ergaben, dass die Partneraugen von FTMH- Patienten gehäuft Veränderungen des vitreoretinalen Übergangs im Sinne einer VMT oder eines FTMH aufweisen.
Referent/in: Roman Miedl (München)
Fragestellung: Mit modernen hochauflösenden OCTs besteht die Möglichkeit den Blutfluss als intrinsischen Kontrast zu verwenden und so die Gefäße der Netzhaut ohne Farbstoff darzustellen. Wir wollen unsere ersten Erfahrungen im klinischen Einsatz bei 6 Patienten mit Retinopathien präsentieren, sowie Vor- und Nachteile dieser neuen Methode beleuchten. Methodik: Das Prinzip der OCT-Angiographie beruht vereinfacht auf dem Bewegungskontrast der fließenden, korpuskulären Anteile des Blutes. Aus diesen OCT-Daten lässt sich ein dreidimensionales Gefäßnetz errechnen. Dieser Bewegungskontrast wird in verschiedenen Ebenen registriert, dadurch lassen sich der oberflächliche und der tiefe retinale Gefäßplexus sowie retinale und choroidale Neovaskularisationen darstellen. Im Vergleich zur klassischen Fluorescein-Angiographie (FLA) und Indocyaningrün-Angiographie (ICG) erhält man eine Momentaufnahme aller Gefäßschichten der Netzhaut.Bei jeweils 2 Patienten mit klassischer CNV, diabetischer Retinopathie und retinalem Venenverschluß führten wir sowohl eine Fluorescein-Angiographie (Heidelberg-Engineering, HRA) sowie eine OCT-Angiographie (Optovue Avanti) durch. Danach wurden beide Verfahren anhand diagnostischer Kriterien miteinander verglichen. Ergebnisse: Mittels OCT-Angiographie konnten die Blutgefäße der Netzhaut, der oberflächliche und tiefe Gefäßplexus und choroidale Neovaskularisationen in hoher Auflösung dargestellt werden. Die Visualisierung von Kapillaren, Shuntgefäßen und choroidalen Neovaskularisationen war hierbei detaillierter möglich. Die einzelnen Gefäßschichten ließen sich gut abgrenzen und Pathologien konnten einzelnen Schichten zugeordnet werden. Allerdings waren FLA typische Phänomene (Leckage, Pooling) methodikbedingt nicht darstellbar. Schlussfolgerungen: Die OCT Angiographie bietet vor allem bei neovaskulären und okklusiven Erkrankungen der Netzhaut eine bisher nicht erreichte Darstellbarkeit und Beurteilbarkeit der Tiefenlokalisation von Gefäßen. Als nicht-invasive Untersuchung könnte die OCT-Angiographie ohne intravenösem Kontrastmittel in Zukunft bei zahlreichen Indikationen die Fluorescenz-Angiographie in der Diagnostik ersetzen.Derzeit limitierend ist der relativ kleine Bildausschnitt, sowie die Artefaktgefahr bei Geräten ohne Eyetracking.
Referent/in: Armin Bartels (Hamburg)
Fragestellung: Die Auswertung pathologischer Veränderungen des retinalen Gefäßsystems kann mittels autorisierter Algorithmen erfolgen. Hierbei ist festzustellen, dass Pathologien Arterien und Venen unterschiedlich betreffen. Daher ist es erforderlich, dass die Algorithmen in der Lage sind zwischen den unterschiedlichen Gefäßtypen zu unterscheiden. Es gibt eine Reihe an Publikationen und Vorschlägen zur automatisierten Klassifikation für Aufnahmen mittels konventioneller farbiger Fundus-Fotografien. Die konfokale Laser-Scanning- Ophthalmoskopie (cSLO) gewinnt im Gegensatz zur konventionellen Fundus-Fotografie zunehmend an Bedeutung und Verbreitung. Diese Arbeit präsentiert ein automatisiertes Vorgehen zur Klassifikation retinaler Gefäße in cSLO-Aufnahmen. Methodik: Es wurden 33 cSLO Bilder von 33 gesunden Probanden mittels des „Spectralis“ (Heidelberg Engineering, Heidelberg) erstellt, welche manuell klassifiziert wurden und somit als Trainingsdatensatz für den Algorithmus dienten. Für die automatisierte Klassifikation wurden Gefäße segmentiert, die Papille und ihr Durchmesser erkannt und ein Gefäßskelett durch Anwendung morphologischer Operationen erstellt, an dem Intensitätsprofile orthogonal zur Gefäßverlaufsrichtung berechnet wurden. Diese Intensitätsprofile werden anschließend über eine abschnittsweise definierte Gauß-Funktion approximiert. Mithilfe des Gauß-Modells werden Merkmale extrahiert und diese werden verwendet um einen Support Vector Machine Klassifikator zu trainieren. Die Ergebnisse wurden weiter optimiert durch die Erkennung von Überschneidungen und den Versuch alle Gefäßsegmente entlang eines Gefäßes der gleichen Klasse zuzuordnen. Die Algorithmen wurden in „Matlab“ (MathWorks Inc., USA) implementiert. Ergebnisse: Es wurden in 33 cSLO-Aufnahmen 603 Arterien-Segmente und 440 Venen-Segmente erkannt und mittels des erstellten Algorithmus klassifiziert. Es ergab sich eine Erkennungsrate für Arterien von 84,7% und für Venen von 75,2%. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass es grundsätzlich möglich scheint, Gefäße in cSLO-Aufnahmen zu klassifizieren, jedoch den Ergebnissen konventioneller Fundus-Fotografien noch unterlegen sind. Die Resultate könnten durch eine Verbesserung der Gefäßverfolgung optimiert werden, um Über- und Unterkreuzungen zu erkennen.
Referent/in: Carl Erb (Berlin)
Hintergrund: Ziel der Studie war es herauszufinden, in wieweit die retinale Nervenfaserschichtdicke (RNFL) und die Makulaschichtdicke bei der Optischen Kohärenztomographie (OCT) durch eine arterielle Hypertonie beeinflusst wird. Methoden: Alle Hypertoniepatienten und Kontrollpersonen wurden augenärztlich untersucht: morphologischer Status, Visus, Refraktion, Augeninnendruck, Cup-Disk-Ratio. Die Optische Kohärenztomographie erfolgte mit dem Stratus OCT (Carl Zeiss-Meditec). Die statistischen Berechnungen erfolgten mit dem nicht-parametrischen Mann-Whitney-U-Test mit anschließender Holm-Bonferroni-Korrektur. Ergebnisse: Es wurden 21 Patienten mit einer behandelten arteriellen Hypertonie (aHT) (m:w=5:16; Alter 54,19±4,18 Jahre) mit einer augen- und allgemeingesunden Kontrollgruppe (K) (n=19; m:w=7:12; Alter 53,11±3,25 Jahre) verglichen. Alle ophthalmologischen Untersuchungen der beiden Gruppen lagen im Normbereich und unterschieden sich nicht. Das Alter, der systolische wie auch der diastolische Blutdruck unterschieden sich nicht. Im Body Mass Index zeigte die aHT-Gruppe einen signifikant höheren Wert an (28,16 versus 24,39). Weder in der retinalen Nervenfaserschichtdicke noch in der Makulaschichtdicke zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. (Median±mittlere absolute Abweichung; RNFL: aHT 93,45±9,14µm, K 89,97±8,16µm, Makulaschichtdicke: aHT 214,19±25,29µm, K 215,26±29,73µm). Schlussfolgerungen: Weder auf die retinale Nervenfaserschichtdicke noch auch auf die Makulaschichtdicke im OCT hat die arterielle Hypertonie einen Einfluss und muss demnach als systemische Einflussgröße nicht weiter berücksichtigt werden.
Referent/in: Johanna Schmidt (Jena)
Einleitung: Die frühe Diagnostik der diabetischen Retinopathie als häufigste Langzeitkomplikation des Diabetes mellitus ist von besonderem Interesse. Die Fluorescence-lifetime-ophthalmoscopy (FLIO) ist eine neuartige Untersuchungsmethode, die Stoffwechselveränderungen im Sinne einer funktionellen Bildgebung sichtbar macht. Ziel dieser Studie ist die Unterscheidung zwischen Patienten mit NPDR und Probanden ohne systemische oder retinale Vorerkrankung anhand der Fluoreszenzlebensdauer. Methoden: Die zeitaufgelöste Autofluoreszenzmessung wurde an 25 NPDR-Patienten unterschiedlicher Stadien und 21 gesunden Kontrollpersonen unter Verwendung eines Prototyp-FLIO (Heidelberg-Engineering, Heidelberg) vorgenommen. Der zeitliche Abfall der Autofluoreszenz wurde in zwei Spektralkanälen (K1: 490-560nm; K2: 560-700nm) gemessen und mit einer Summe von drei Exponentialfunktionen approximiert (least-square fit). Zur weiteren Beobachtung wurden die drei Komponenten der Fluoreszenzlebensdauer T1, T2, T3 sowie die amplitudengewichtete mittlere Lebensdauer Tmean herangezogen. Analysiert wurde die Makularegion, unterteilt in eine zentrale Zone und zwei diese umgebende Ringe entsprechend des standardisierten ETDRS-grids. Zur Ermittlung von Unterschieden zwischen der Patienten- und der Kontrollgruppe wurde der t-Test angewandt. Ergebnisse: Es waren signifikante Unterschiede (α=0,05) zwischen Patienten und Kontrollpersonen für alle Komponenten der Lebensdauer (Tmean, T1-3) sowie der Amplituden (a1-3) nachzuweisen. Die deutlichsten Unterschiede fanden sich in Kanal 1: Der Mittewert der mittleren Lebensdauer Tmean innerhalb der Patientengruppe betrug in Kanal 1 für den inneren Ring der Makularegion 326,7±148,9 ps und 202,9±75,3 ps in der Kontrollgruppe. Die Kombination statistisch unabhängiger FLIO-Parameter in einem logistischen Regressionsmodell trennt Patienten und Kontrollen mit einer Sensitivität von 96% und einer Spezifität von 90,9% (Fläche unter der ROC-Kurve: 0.969). Diskussion: Wir vermuten eine durch den Diabetes hervorgerufene Akkumulation von fluoreszierenden AGE (advanced glycation endproducts) als Ursache für die verlängerte Lebensdauer bei NPDR-Patienten. Dass die signifikanten Unterschiede vor allem in Kanal 1 auftreten, unterstützt diese Annahme, da das Emissionsmaximum für AGE im Wellenlängenbereich dieses Kanals liegt. FLIO scheint eine vielversprechende Methode zur Erfassung und Quantifizierung von diabetisch bedingten Netzhautveränderungen zu sein.
Referent/in: Dirk Sandner (Dresden)
Hintergrund: Die Bedeutung subklinischer Inflammation als Risikofaktor für kardiovaskuläre und oculäre Komplikationen bei Typ2 Diabetikern (T2DM) ist bekannt. Vergleichende Untersuchungen zur Interaktion zwischen Inflammation und Wachstumsfaktoren fehlen. Methode: Bestimmt wurden die Konzentrationen von Biomarkern der Inflammation und Wachstumsfaktoren [hochsensitives C-reaktives Protein (hsCRP), monocyte chemoattractant protein-1 (MCP-1), Matrix-Metallopproteinase-9 (MMP-9), VEGF-A, Fibrinogen, Interleukin-6 (IL-6), Adiponectin, Microalbumin/Creatinin Quotient (MAU/CreaU) u.a.] für drei Patientengruppen: 1. Probanden mit normaler Glukosetoleranz (NGT)(n=50), 2. T2DM ohne DMÖ (n=100) und 3. T2DM mit DMÖ (n=50). Hauptaugenmerk der Analyse lag auf Unterschieden zwischen T2DM mit und ohne DMÖ. Statistik: t-Test, ANOVA-Analyse, Regressionsanalyse Ergebnisse: Die T2DM mit DMÖ waren signifikant jünger, unterschieden sich aber nicht im Body-Mass-Index (BMI), HbA1c und Nüchternblutglukosewert von den T2DM ohne DMÖ. Keine signifikanten Differenzen fanden sich in den LDL-, HDL-cholesterol-, hsCRP-, IL-6-, Fibrinogen- wie Adiponectin-Spiegeln. T2DM mit DMÖ zeigten jedoch höhere Spiegel an MMP-9, MCP-1 und VEGF-A. Nach Aufgliederung der T2DM in Tertilen von HbA1c lässt sich ein deutlicher Einfluss der Stoffwechselkontrolle auf die Aktivität der subklinischen Inflammation und die systemischen VEGF-A Werte erkennen. So steigen das hsCRP (1,62 mg/l bei HbA1c < 52mmol/mol; 2,21mg/l bei HbA1c >52mmol/mol< 63mmol/mol wie 2,83mg/l bei HbA1c >63mmol/mol; p= 0,0001), der Albumin/Crea Quotient und der Spiegel der MMP-9 [136,08 µg/l bei HbA1c < 52mmol/mol vs. 161,26 µg/l bei HbA1c >63mmol/mol; p= 0,0017) in den obersten Tertilen signifikant an, ebenso VEGF-A (436,68 ng/l vs. 542,71 ng/l; p= 0,0078). Die multivariate Regressionsanaylse zeigt, dass der HbA1c Wert die wichtigste Determinante der VEGF-A Werte im Serum ist, gefolgt von hsCRP. Zusammenfassung: Erwartungsgemäß zeigt sich eine signifikante Erhöhung des Serum VEGF-A in der Gruppe mit DMÖ. Die schrittweise Regressionsanalyse lässt mit VEGF-A als abhängiger Variable eine Dreiecksbeziehung VEGF-A, Inflammation und HbA1c erkennen. Zudem sind MCP-1 und MMP9 als ausgewiesene Risikofaktoren für kardiovaskuläre Majorereignisse bei den Patienten mit DMÖ Patienten signifikant höher, was als Indikator für das gleichfalls erhöhte kardiovaskuläre Risiko dieser Patienten gewertet werden muss.
Referent/in: Yevgeniya Ilyina (Kharkov)
Purpose: To improve drug treatment of nonproliferative diabetic retinopathy in diabetes mellitus type 2 with using statins and fibrates. Methods: 47 patients (94 eyes) with nonproliferative diabetic retinopathy (stage B) in diabetes mellitus type 2 took part in research. In all patients level of glycosylated hemoglobin was from 6,5% to 7,5%. All patients received standard treatment with using angioprotectors and antioxydants drugs every 6 month, but 21 of them also received correctors of dyslipidemia: statins and fibrates. The quantity of microaneurysms, hemorrhages, hard and soft exudates, macular edema areas have been determined by perimetry, OCT, FAG. Results: After using statins and fibrates MD decreased from -3,5 dB to -4,5 dB, in control group (without using correctors of dyslipidemia) from -3,7 dB to -8,1 dB, p=0. The quantity of local defects in visual fields in reseach group increased from 11,9 to 16,5 points. In control group from 12,3 to 20,6 points, p=0. On the FAG and OCT there were more intraretinal haemorrages and hard exudates in control patients than in research group. Conclusions: Prescribing correctors of dyslipidemia useful for patients with nonproliferative diabetic retinopathy. This treatment allow to stop progression of diabetic retinopathy and increased MD in 32%, quantity of local defects in visual field in 20%.
Referent/in: Imren Akkoyun (Bahcelievler, Ankara)
Fragestellung: Spectral-domain-optische-Kohärenztomographie (SD-OCT) und Tiefendarstellung („enhanced depth imaging“, EDI) haben zur Darstellung von retinalen/choroidalen Pathologien an Bedeutung erlangt. Es liegen wenige Informationen über choroidale Veränderungen nach Behandlung des therapieresistenten Makulaödems (TDMÖ) vor. Wir untersuchten die Aderhautdicke bei TDMÖ nach intravitrealer Dexamethason–Implantation. Methodik: Wir haben 19 Patienten, die wegen eines diabetischem Makulaödems mit sechs aufeinanderfolgenden intravitrealen Ranibizumab-Injektionen behandelt wurden und bei weiterhin bestehendem TDMÖ eine intravitreale Dexamethason-Implantation erhalten haben, retrospektiv untersucht. Es wurden funktionelle und morphologische Daten erhoben. Die zentrale Netzhautdicke (CRT) wurde mittels SD-OCT bestimmt. Die subfoveale Aderhaut (AH)-Dickenmessung erfolgte mittels EDI-OCT. Sowohl CRT als auch AH-Dickenmessung, Bestimmung des bestkorrigierten Visus (BCVA) mit Snellen-Tafel und des intraokularen Druckes (IOP) mit Goldmann-Applanationstonometrie erfolgten ein Tag vor der intravitrealen Injektion und eine Woche sowie ein und drei Monate nach der intravitrealen Injektion. Ergebnisse: 19 pseudophake Augen von 19 Patienten wurden evaluiert. Die präoperative CRT nahm von 529±99 μm signifikant auf 281,6±58,4 μm (0,01), 271,7±48,8 μm (0,03) und 278,4±78 μm (0,02) eine Woche sowie ein und drei Monate postoperativ ab. Der präoperative BCVA stieg signifikant von 0,2 auf 0,4 (0,01), 0,6 (0,01 und 0,5 (0,01) eine Woche, ein und drei Monate postoperativ an. IOP blieb postoperativ unter 22 mmHg. Schlussfolgerung: Intravitreale Dexamethason-Implantation bei TDMÖ kann zur Visusverbesserung, Abnahme der CRT und der AH-Dicke führen.