Postersitzungen, Donnerstag, 1.10.2015

 
Foyer Estrel 13:15 - 14:15 01.10.2015
Postersitzung PDo09
Retina: Diverse Retina: Miscellaneous
Vorsitzende/r: Silvia Bopp (Bremen), Armin Wolf (München)

Referent/in: Andreas Frings (Erlangen)
Fragestellung: Diese Studie untersucht den Einfluss eines Makulaödems auf die Genauigkeit der Kunstlinsenkalkulation in Augen nach Phakovitrektomie. Methodik: Patienten mit erfolgter Phakovitrektomie wurden retrospektiv in 2 Gruppen aufgeteilt. Die Gruppenaufteilung basierte auf Vorhandensein eines Makulaödems. Die Hauptzielgröße der Untersuchung war der IOL power prediction error, weitere Zielgrößen waren die Korrelation zwischen präoperativer Makula-Dicke, ihrer absoluten Veränderung und dem dioptric shift. Der postoperative prediction error zwischen Haigis-, SRKII- und HofferQ- Formeln wurde verglichen. Ergebnis: Es wurden 47 Augen von 47 konsekutiven Patienten eingeschlossen. Unabhängig von der IOL Formel, war bei Augen ohne Makulödem der IOL power prediction error höher. Der myopic shift war abhängig von der präoperativen Makuladicke und ihrer absoluten Veränderung durch die OP. Dieser Zusammenhang konnte in Augen ohne Makulaödem stärker dargestellt werden. Schlussfolgerung: Erhöhte Netzhautdicke trägt maßgeblich zur Unterschätzung der Hornhaut-Photorezeptorschicht-Distanz bei, und ist daher assoziiert mit ungenauer Biometrie. Diese Arbeit zeigt, dass der myopic shift in Augen mit Makulaödem weniger stark ausgeprägt ist. Augen mit reiner Traktion hatten schlechter vorhersagbare refraktive Ergebnisse (höherer IOL prediction error, höherer myopic shift).
Referent/in: Sebastian Müller (Tübingen)
Fragestellung: Retidyne™ ist ein Lutein enthaltender Farbstoff zur Anfärbung der inneren Grenzmembran. Dabei wird die Färbecharakteristik des Luteins genutzt, das im Bereich der Netzhaut bereits als Antioxidans bekannt ist. Wir untersuchten die retinale Biokompatibilität durch Ableitung eines Elektroretinogramms (ERG) im Modell der isolierten und umströmten bovinen Retina vor und nach Exposition mit dem Farbstoff. Es wurden verschiedene Expositionszeiten getestet. Methodik: Die bovinen Netzhäute wurden präpariert und mit einer sauerstoffgesättigten Nährlösung umspült. Im Abstand von 5 min wurde ein ERG abgeleitet bis sich stabile b-Wellen zeigten. Daraufhin wurde die Perfusion unterbrochen und Retidyne™ direkt auf die Netzhaut gespült. Nach 60 bzw. 120 Sekunden wurde die Perfusion wieder begonnen und das ERG in 5-minütigen Intervallen für einen Zeitraum von 70 min abgeleitet. Um den alleinigen Effekt auf die Photorezeptor-Antwort zu prüfen, fügten wir der Nährlösung 1mM Aspartat hinzu. Ergebnis: Bei einer Expositionszeit von 60 s blieben die Amplituden der a- und b-Wellen über den gesamten Zeitraum konstant. Eine Färbezeit von 120 s führte zu einem statistisch signifikanten Abfall der a-Wellen nur zu Beginn der Auswaschphase (a: -21%, p=0.047; b: -14%, p=0.052). Das ERG normalisierte sich im Verlauf vollständig. Schlussfolgerung: Im Modell der isolierten und umströmten bovinen Retina zeigte Retidyne™ ein gutes Sicherheitsprofil für intraoperativ gebräuchliche Expositionszeiten. Der anfängliche Abfall der Amplituden bei 120 s Exposition könnte sowohl auf den Substrat- und Sauerstoffmangel während der Perfusionspause als auch auf eine Blockade des Blitzlichtes aufgrund der stärkeren Anfärbung zu Beginn der Auswaschphase zurückführbar sein.
Referent/in: Lisa Pohl (Tübingen)
Fragestellung: Um die Retina nach einer Netzhautablösung wieder anzulegen, wird der Glaskörper durch Substitute wie Öl oder auch Gas ersetzt. Diese heute eingesetzten Ersatzstoffe bergen jedoch einige Nachteile, die man möglicherweise durch die Verwendung hydrophiler Glaskörperersatzsstoffe auf quervernetzter Hyaluronatbasis umgehen kann. Ziel war die Testung der Toxizität und Quellung von Glaskörperersatzstoffen basierend auf quervernetzter Hyaluronsäure. Methodik: Hydrophiles, quervernetztes Hyaluronat (Princess Volume, Croma Pharma, Österreich) mit einem refraktiven Index von 1.33 (gleich dem des menschlichen Glaskörpers) wurde durch eine 23 bzw. 20 G Nadel entweder in ex vivo vitrektomierte Schweineaugen oder auf die Netzhautstanze einer Rinderretina aufgebracht. Im modifizierten Bulbus-Vorderkammermodell wurde anschließend mithilfe vitrektomierter Schweineaugen der intraokulare Druck über 24 h erhoben sowie im Modell der perfundierten Retina die Biokompatibilität durch Ableitung des skotopischen Elektroretinogramms (ERG) bestimmt. Ergebnisse: Im modifizierten Bulbus-Vorderkammermodell resultierte aus der Schwellung des Hydrogels eine Drucksteigerung von 9,68 % nach 24 h, was nicht signifikant war (p=0,479; n=8). Im Versuch der perfundierten Rinderretina sank die B-Welle 5 min nach Applikation des Hydrogels, das während eines Perfusionsstopps von 120s injiziert wurde, um 22 %. Die A-Welle zeigte in der gleichen Zeitspanne einen leichten Anstieg von 5,8 %. Am Ende der Messung fiel die B-Welle um 7,8 % (p=0,099; n=5), während die A-Welle einen Anstieg von 13.7 % (p=0,108; n=5) aufwies. Auch diese Schwankungen waren nicht signifikant. Schlussfolgerung: Der leichte Anstieg des intraokularen Drucks bedingt durch die Schwellung des Hydrogels hat keine problematischen Auswirkungen im klinischen Gebrauch, sondern kann als Glaskörperersatzsstoff sogar den tamponierenden Effekt auf die Retina verstärken. Die ERG Messungen lassen auf keinen negativen oder toxischen Effekt hinsichtlich der retinalen Funktionalität schließen. Zusammenfassend erfüllt das hydrophile, quervernetze Hyaluronat zwei wichtige Kriterien für einen Glaskörperersatz. Die Analyse der Biokompatibilität mittels der beschriebenen ex vivo Modelle reduzierte die Anzahl anschließender Tierversuche.
Referent/in: Miklós Resch (Budapest)
Fragestellung: Das Ziel der Studie war die makroskopische Beurteilung und die rheologische Untersuchung von Mischungen aus Silikonöl als Ersatz für Glaskörper und für unterschiedliche Augenmedien. Methodik: In vitro Mischungen wurden hergestellt aus dem medizinischem Silikonöl Oxane 1300 (Viskosität 1000 mPa*s, Bausch & Lomb GmbH, Deutschland) und verschiedenen hydrophilen okulären Medien, wie physiologische Balanced Salzlösung (BSS, Alcon Laboratories, Inc.), Kammerwasser und Glaskörper vom Schwein. Silikonöl und die hydrophilen Phasen wurden mit Vortex Gerät durchmischt. Zur makroskopischen Untersuchung wurde die hydrophile Phase der Emulsionen mit Methylenblau gefärbt. Die Viskosität und die Fließkurve der lipophilen und hydrophilen Phasen, sowie die in vitro gebildeten Mischungen wurden mit dem Physica MCR 101 Rheometer (Anton Paar, Österreich) gemessen. Ergebnisse: Proben wurden als Emulsionen definiert, sobald die Tröpfchen blieben, und als Mischung , wenn sie miteinander dispergiert werden, und gleich miteinander verschmelzen sobald sie nicht mehr gerührt oder geschüttet wurde. Die Viskosität des ursprünglichen Silikonöls betrug 1190±27 mPa*s. Die Viskosität des Glaskörpers, Kammerwasser und der BSS Lösung betrug 3,5±1,9; 3,4±2,6 mPa*s und 1,1±0,2 mPa*s. Die Viskosität der Emulsionen/Mischungen, welche aus 30% Oxane 1300 und 70% wässrige Phasen zusammengesetzt war betrug 12,8±7,0. Makroskopische Untersuchungen der Mischungen aus Oxane 1300 und BSS zeigten, dass die Phasen voneinander scharf getrennt sind bei niedrigeren Ölgehalt, während bei höheren Konzentrationen die relativ hohe Öl-Viskosität die niedrige BSS Viskosität einschloss und einen Emulsionstyp von “Wasser in Öl” (W/O) bildete. Die Anwendung biologischer Medien als hydrophile Phase zeigte eine “Öl in Wasser” (O/W) Emulsion bei bis zu 80% Ölkonzentration. Schlussfolgerungen: Die Emulsionen von Silikonöl in biologischen Medien zeigten im Vergleich zu BSS Lösungen eine bemerkenswerte niedrigere Viskosität. Die biologischen Medien können als Emulgatoren wirken, verringern die Oberflächenspannung und bilden eine Schutzschicht um die emulgierten Tröpfchen. Dies wiederum dürfte zu verformbaren, stabilen Tröpfchen führen, welche als Folge der niedrigen Scherviskosität eine erhöhte Emulgierung-Eigenschaft aufweisen kann. Die Emulsifikations- Tendenz ist bei höheren Ölkonzentration (80%) ausgeprägter, da eine Zunahme der feinen Öltröpfchen in der erhöhten Ölkonzentration beobeachtet werden.
Referent/in: Joachim Wachtlin (Berlin)
INTRODUCTION: The safety profile and efficacy of ocriplasmin have been established in two phase III clinical studies, but its complete real-world clinical profile has not been documented. OBJECTIVES: To observe the anatomical and functional outcomes of ocriplasmin and to determine efficacy and safety in routine clinical practice across different countries. METHODS: The OVIID-I trial is a multicenter, prospective, single-arm study of a single intravitreal injection of 125 μg ocriplasmin for patients with VMT/symptomatic VMA (sVMA). Eyes with epiretinal membrane over the macula, baseline VMA/VMT >1500 μm, or baseline macular hole >400 μm are excluded. The primary efficacy end point is the proportion of patients with nonsurgical resolution of VMT/sVMA at Day 28 by central reading center SD-OCT evaluation.The INJECT trial is a non-interventional, multicenter, prospective study in VMT/sVMA patients treated with ocriplasmin. Enrolled patients are followed for 12 months. Frequency and timing of post-injection visits are at the discretion of the treating physician. RESULTS: The OVIID-I interim analysis included 319 patients. Among patients with focal VMT at baseline and SD-OCT data at day 28, 42.7% (n=85/199) achieved nonsurgical resolution of VMT/sVMA at day 28. Among the 17,8% (35/202) of patients with initial VMT and MH the closure rate of MH was 28,6 % (10/35). Among patients with BCVA data at baseline and day 28, 18% (35/194) had a 5-9 letter increase from baseline at day 28, 7.7% (15/194) had a 10-14 letter increase, and 3.6% (7/194) had a 15-29 letter increase. Reported serious ocular adverse events include macular hole 0.6% (2/319), visual acuity reduced 0.6% (2/319), and retinal detachment 0.3% (1/319).The INJECT interim analysis included 140 patients. 94 patients had complete OCT data and at least 28 days of follow-up. Pharmacologic VMT resolution was achieved by 29.8% (28/94) of all patients, 16% for the VMT only group and 50% for the VMT/MH group. For patients with baseline ERM data, the rate of pharmacologic VMT resolution was significantly higher among those without ERM at baseline 39.1% (25/64) vs. those with ERM at baseline 0.0% (0/7, P=.040). There were 4 retinal detachments 2.9% (4/140) and 4 patients without MH at baseline developed a MH 6,3% (4/64). CONCLUSION: The interim results suggest that ocriplasmin real-world clinical profile across different countries is consistent with safety and efficacy findings from the phase III clinical trials.
Referent/in: Inga Neumann (Düsseldorf)
Fragestellung: Das Neovaskularisationsglaukom (NG) zeigt einen aggressiven, schwer zu therapierenden Verlauf. Insbesondere bei sekundärem Winkelverschluß werden operative Eingriffe nötig. Basis ist neben der Zyklodestruktion auch die retinale Destruktion zur Drucksenkung. Wir verglichen die Netzhautkryokoagluation (NK) gegenüber einer Endolaserung (EL), jeweils in Kombination mit einer Zyklodestruktion (ZD). Methodik: Wir analysierten retrospektiv den postoperativen Verlauf von 25 Augen (Mittel 71 LJ, 10 Frauen) mit dekompensiertem NG. Wir ermittelten intraokularen Druck (IOD), Visus, Spaltlampenbefund, Folgeeingriffe und Komplikationen. Ergebnisse: 17 Augen erhielten ZD plus NK, 11 davon mit B (Gruppe 1, mediane Beobachtungszeitraum betrug 6 Monate (Mo)). Der mittlere IOD betrug präoperativ 37,5mmHg ±7,2, bei Entlassung 17,8 mmHg ±7,6. Im Zeitraum bis 1,5 Mo postoperativ zeigte sich ein mittlerer IOD von 20,4mmHg ±12,9 mit Median von 16,5mmHg (n=11), bis 3 Mo von 20,7 mmHg ±11 mit Median von 22mmHg(n=9). Nach 6-9 Mo betrug der mittlere IOD 18,3 mmHg ±6,2 mit Median von 18,5 (n=6), nach 1 Jahr 15,6 mmHg ±6,3 mit Median 15mmHg (n=6). 6 Augen mit erneuter IOD-Dekompensation innerhalb von 5 Mo ließen sich konservativ regulieren (Ziel-IOD< 22mmHg). Bei 2 Augen musste ein erneuter ZD, bei einem Auge eine erneute NK erfolgen. Als Komplikationen traten im Verlauf eine bleibende Hypotonie auf, sowie Amaurose bei 2 Augen. 8 Augen wurden mit EL, ZD und B (Gruppe 2, medianer Beobachtungszeitraum 7,5 Mo). Der präoperative IOD betrug 37 mmHg ± 10,9, bei Entlassung 19,6 mmHg ±4,8. Im Zeitraum bis 1,5 Mo postoperativ zeigte sich ein mittlerer IOD von 23,5 mmHg ± 16,6 mit Median 13mmHg (n= 8), 1,5 bis 3 Mo von 28,5 mmHg ± 9,5 mit Median 24 mmHg, (n=5). Nach 6-9 Mo postoperativ betrug der mittlere IOD 21,2 mmHg ±11,1 mit Median 19,5mmHg(n=4). 2 Augen zeigten im poststationären Intervall eine IOD-Dekompensation, sodass erneut EL und ZD folgten. 2 weitere Augen musste im Verlauf eine erneute ZD erhalten. Bei 2 Augen trat eine Amaurose auf. Schlußfolgerungen: In beiden Gruppen kam es bei allen Augen zu einer schnellen Drucksenkung, jedoch traten im postoperativen Intervall je Gruppe 2 erneute IOD-Dekompensationen auf, sodass insbesondere der Zeitraum bis 3 Monate postoperativ engmaschig kontrolliert werden sollte. Insgesamt weisen unsere Daten auf eine Gleichwertigkeit beider Verfahren bezüglich der IOD-Regulation und Komplikationen hin.
Referent/in: Solon Thanos (Münster)
Purpose: Clinically, Herpes simplex virus type-1 (HSV) can induce necrosis in the retina. Aurel von Szily was the first to describe that intracameral injection of HSV in mice results in anterior segment inflammation with relative protection of the ipsilateral retina, but destructive contralateral retinitis. We examined the validity of this old, called von Szily model with respect to current clinical practice and current research in the field of viral uveitis and its treatment. Methods: The original publications of von Szily were evaluated from the current view. These publications were: Experimentelle endogene Infektionsübertragung von Bulbus zu Bulbus. Vers. O.G. Heidelberg 1924; Kl. M. f.A Bd 72, S. 593, 1924; Neue Wege zur experimentellen Erforschung der sympathischen Ophthalmie, D. M. W. Nr. 38, 1926; Ergebnisse der Infektionsüberleitung von Bulbus zu Bulbus mit Herpesvirus (experimentell sympathische Ophthalmie beim Kaninchen), unter besonderer Berücksichtigung des Impfmodus, der Übertrittswege und der Spätstadien. K.M. f A. Bd 78, 1927, S. 11-32. These publications were compared with current bibliography on HSV-retinitis and uveitis. Results: In the original publications, von Szily accurately described that HSV was the cause of the bilateral eye reaction to unilateral intracameral inoculation of the virus. He also pointed out that although the experimental effects were similar to the human sympathetic ophthalmia, no virus or the particle was identified to explain the human disease. In terms of the infection of the contralateral eye he concluded that due to the affinity of the virus to the central nervous system, the possible transfer of the virus from one eye to the other occurred through the optic nerves which cross at the optic chiasm. The model is still used by a number of groups working on aspects of HSV-1 mechanisms of infection and contribution of the contralateral eye in various genetically modified organisms. Conclusion: As suggested and discussed by von Szily, the later findings supported his view that HSV-1 can leave the inoculated eye by multiple local routes depending on the site of initial virus injection, but the virus reaches the contralateral retina through the optic nerve.
Referent/in: M. Ali Nasseri (München)
Introduction: To overcome physiological limitations of ophthalmic surgeons, this work introduces a robotic device and method to up-skill surgeons’ dexterity during retinal and sub-retinal operation. Objectives: The authors investigate the design and development of a surgical assistance robot which overcomes the current limitations and moreover provides surgical abilities for retinal and sub-retinal procedures. The robot had to intuitively fit into the operation theater and guarantee the maximum patients’ safety. Aims: Our main goal was finding a way to perform augmented ophthalmic operations with fewer tremors and higher precision. Methods: Based on 23G pars-plana vitrectomy equipment, a micro-manipulator as an additional interface tool was designed to dock to the patient’s eye and stabilize the instrument. The final linear precision of the device is measured to be 5µm (micrometer) and the angular precision of the robot is 5.88X10^(-5) rad which should be largely sufficient for all ophthalmic applications. The working volume of the robot resembles a box of 50x50x50 mm with 360 degree of free tool rotation while the maximum linear velocity of the tool motion in different directions is 40mm/s and the maximum linear velocity of the robot is 1.11 rad/s. The robot was designed with an adjustable RCM (remote center of motion) point that allows it to be configured to manipulate the tool pivoting around the insertion point. Results: A compact 6DOF robot smaller than an average human hand and with the weight of 312gr was developed. This robot is mounted on patient’s head during the operation and holds conventional surgical tools. The surgeon controls the robot using a console which is located close to the patient’s head. Beside maximum safety consideration this approach enables scaling of surgeon’s motion. The compatibility of the robot in the ophthalmic operation environment was evaluated. This evaluation approved that the robot won’t conflict other surgical devices such as microscope and assured that the surgical area remains available for the surgeon. The entire setup was already tested successfully in the laboratory in cadaver eyes. Conclusion: This abstract introduced the developed micro-manipulator to assist the surgeons during vitreo-retinal surgery. Although vein cannulation is the main objective of this project, it enables other retinal micro manipulation procedures as well.