Freie Vortragssitzungen, Donnerstag, 1.10.2015

 
Saal C 09:45 - 11:15 01.10.2015
Freie Vortragssitzung Do08
Refraktive Chirurgie Refractive Surgery
Vorsitzende/r: Gerd Auffarth (Heidelberg), Urs Voßmerbäumer (Mainz)

Referent/in: Thomas Kohnen (Frankfurt am Main)
Fragestellung: In dieser Arbeit sollen die Veränderungen der totalen cornealen Brechkraft (total corneal refractive power, TCRP) nach Anlage von Femtosekundenlaser-Tunnelinzisionen und antiastigmatischen Laserkeratotomien (LK) mittels Scheimpflug-Tomotgraphie dargestellt werden. Methodik: Diese prospektive Studie schloss insgesamt 91 Augen von 55 Patienten ein, die im Zeitraum von Juni 2013 bis Juli 2014 eine femtosekundenlaser-assistierte Linsenoperation erhielten. Die Patienten wurden präoperativ, sowie 1 Monat und 3 Monate postoperativ mit der Pentacam HR untersucht. Präoperativ wurden die zu operierenden Augen anhand der TCRP in 3 Gruppen eingeteilt: Augen in Gruppe 1 (TCRP ≤ 0.50 dpt) erhielten eine temporale Inzision, in Gruppe 2 (TCRP 0.51 – 0.75 dpt) eine Inzision auf dem steilen Meridian und in Gruppe 3 (TCRP > 0.75 dpt) LKs auf Basis des Nomogramms von Wang et al. Vektoranalyse nach der Holladay-Cravy-Koch-Formel und die Methode nach Alpins wurden herangezogen, um die astigmatischen Veränderungen zu bestimmen (Wilcoxon-Test). Ergebnisse: In Gruppe 1 betrug die durchschnittliche TCRP präoperativ 0.33 ± 0.13 dpt und 3 Monate postoperativ 0.42 ± 0.24 dpt (p = 0.008). Der durchschnittliche chirurgisch induzierte Astigmatismus (surgically induced astigmatism, SIA) betrug nach 3 Monaten 0.28 ± 0.17 dpt. Die durchschnittliche TCRP in Gruppe 2 reduzierte sich von 0.65 ± 0.05 dpt präoperativ auf 0.48 ± 0.06 dpt postoperativ (p = 0.005). In Gruppe 3 veränderte sich der Astigmatismus von 0.94 ± 0.26 dpt präoperativ auf 0.53 ± 0.35 dpt postoperativ (p = 0.000) mit dem Erfolgsindex (index of success, IOS) von 1.03 ± 0.61 und dem Korrekturindex (correction index, CI) von 0.77 ± 0.58. Schlussfolgerung: Die temporalen Tunnelinzisionen zeigten sich nicht neutral und induzierten einen geringen Astigmatismus. Die Inzisionen auf dem steilen Meridian, sowie die LKs führten zu einer signifikanten Reduktion der TCRP. Im Falle der LKs deuten die Indizes auf eine moderate Unterkorrektur hin. Zur Erstellung eines neuen Nomogramms für die femtosekundenlaser-assistierte Linsenchirurgie sind weitere Studien mit größeren Fallzahlen nötig.
Referent/in: Mary Attia (Heidelberg)
Fragestellung: Funktionelle Evaluation einer Intraokularlinse (IOL) mit erweiterter Tiefenschärfe („extended-depth of focus“ - EDOF) anhand der Visusergebnisse, der am Salzburg Reading Desk (SRD) gemessenen Leseleistung und der mittels einer Defokuskurve ermittelten Tiefenschärfe. Methodik: In einer prospektiven Studie wurden 27 Augen von 14 Patienten, bei denen die Tecnis Symfony (Abbott Medical Optics Inc., USA) implantiert wurde, eingeschlossen. Die Nachkontrollen umfassten die Ermittlung der unkorrigierten und fernkorrigierten Visuswerte in der Ferne, im Intermediärbereich bei 80 cm und im Nahbereich bei 40 cm. Die Leseschärfe in den für die Patienten subjektiv schärfsten Lese- und Intermediärdistanzen wurde vom SRD unter Berücksichtigung der Lesedistanz, der Lesgeschwindigkeit und der Schriftgröße kalkuliert. Des Weiteren wurde die binokulare fernkorrigierte Defokuskurve ermittelt und die Patientenzufriedenheit und Brillenunabhängigkeit anhand eines Fragebogens evaluiert. Ergebnis: Die monokulare Untersuchung ergab einen unkorrigierten Fernvisus von 0,02 logMAR im Median (Spannweite: 0,44 bis -0,18 logMAR) und einen korrigierten Fernvisus von -0,08 logMAR im Median ((Spannweite: 0,02 bis -0,28 logMAR). Der mediane unkorrigierte Nahvisus betrug 0,20 logMAR (Spannweite: 0,46 bis 0,00 logMAR), wobei der mediane unkorrigierte Intermediärvisus -0,02 logMAR (Spannweite: 0,14 bis -0,18 logMAR) betrug. Die Verbesserung der funktionellen Leistung im Intermediärbereich bestätigte sich am SRD, das eine unkorrigierte Leseschärfe von 0,09 logMAR (Spannweite: 0,28 bis 0,00) in einem subjektiv schärfsten Abstand von 65,00 cm (Spannweite: 58,6 bis 79,4 cm) ergab. Die Defokuskurve zeigte im Bereich zwischen dem +1.0 dpt und dem -1.5 dpt Defokus einen Visus von 0.10 logMAR oder besser. Der Patientenfragebogen wies eine hohe Patientenzufriedenheit und Brillenunabhängigkeit auf. Schlussfolgerung: Die neue EDOF Linse bietet mit ihrem Design gute postoperative funktionelle Ergebnisse im Fern- und im Intermediärbereich sowie eine Verbesserung der Visusergebnisse und der Leseschärfe im Nahbereich. Aus diesem Grunde berichteten die Patienten von einer hohen Zufriedenheit und Brillenunabhängigkeit.
Referent/in: Florian Kretz (Neckargemünd)
Ziel: Klinische Ergebnisse einer ”extendend-depth of focus (EDOF)” Intraokularlinse zur Presbyopiekorrektur. Methoden: Im Rahmen einer prospektiven Multizenter Studie wurden bisher 30 Augen von 15 Patienten nach Implantation einer Tecnis ZXR00 EDOF IOL (Abbott Medical Optics Inc., USA) eingeschlossen. Alle Patienten werden 2-4 Monate nach unkomplizierter Kataraktoperation oder refraktivem Linsentausch nachkontrolliert. Die Kontrolluntersuchungen beinhalteten: monokularer und binokularer, unkorrigierter und Fernkorrigierter Fern- Intermediär und Nahvisus sowie einen subjektiven Fragenbogen zur Patientenzufriedenheit. Ergebnisse: Die Visuswerte lagen im Median bei: UDVA = 0,06 logMAR, UNVA = 0,20 logMAR und der UIVA= 0,00 logMAR . Es zeigte sich ein signifikanter Anstieg der unkorrigierten Visuswerte in alle Distanzen Zusammenfassung: Die neue Presbyopie-korrigierende, diffraktive Linsen deren neues Echelettedesign eine verbesserte Funktion im Imtermediärbereich aufweist zeigt sehr gut Ergebnisse im für den Zwischenbereich ohne wesentliche Einschränkungen im Fernbereich bei funktionell gutem Nahbereich. Die Patientenzufriedenheit war durchweg hoch.
Referent/in: Tobias Brockmann (Berlin)
Fragestellung: Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss des optischen Designs von voll-diffraktiven und apodisiert-diffraktiven bifokalen Multifokallinsen nach binokularer Implantation mit unterschiedlichen Additionen auf die klinischen Ergebnisse. Methodik: Es wurden 60 Augen von 30 Patienten mit Katarakt in diese prospektive monozentrische Interventionsstudie eingeschlossen. Die Patienten erhielten eine binokulare Kombination von AMO Tecnis® ZKB00/ZLB00 (Addition: +2,75 dpt/+3,25 dpt) oder Alcon ReSTOR® SV25/SND1 (Addition: +2,50 dpt/+3,00 dpt) Multifokallinsen. In das ferndominante Auge wurde jeweils die Multifokallinse mit der niedrigeren Addition implantiert. Nach 1 und 3 Monaten wurden der Fern- (5 m), Intermediär- (80 cm), und Nahvisus (40 cm), sowie das Blend- und Dämmerungssehen als auch die mesopische Kontrastsensitivität mit und ohne Blendung verglichen. Ergebnis: Das mittlere Alter der eingeschlossenen Patienten lag bei 66 ± 9 Jahren. Präoperativ betrug der unkorrigierte Fernvisus 0,48 ± 0,31 logMAR und der korrigierte Fernvisus 0,26 ± 0,19 logMAR. Postoperativ betrug der unkorrigierte binokuläre Fern-, Intermediär- und Fernvisus -0,07; -0,03 und 0,00 logMAR in der Tecnis® Gruppe; und entsprechend -0,04; -0,02 und 0,03 logMAR in der ReSTOR® Gruppe. Im Vergleich der funktionellen Leistungen des Dämmerungssehens zeigten sich Unterschiede zwischen den Untersuchungsgruppen insbesondere im Niedrigkontrast- und Blend-Visus. Die Kontrastsensitivität unterschied sich zwischen den untersuchten Gruppen vor allem unter Blendung. Schlussfolgerung: Allgemein wurde die binokulare Kombination der Tecnis® als auch der ReSTOR® bifokalen Multifokallinsen unterschiedlicher Additionen gut angenommen und führte zu einer Verbesserung des Intermediärbereichs. Die Patienten erreichten sehr gute Fern-, Intermediär- und Fernvisus und waren in der Ferne brillenfrei. Die photischen Phänomene unterschieden sich in Abhängigkeit des verwendeten optischen Designs erheblich. Während apodisiert-diffraktive Multifokallinsen bessere Eigenschaften unter Blendung aufweisen, können voll-diffraktive Multifokallinsen im Dämmerungssehen von Vorteil sein.
Referent/in: Thomas Kohnen (Frankfurt am Main)
Fragestellung: Evaluierung der Sicherheit von Femtosekundenlaserschnitten bei LASIK Methodik: In 1208 Augen wurden zwischen 2006 und 2014 von demselben Chirurgen Schnitte mit dem Femtosekundenlaser (FSL) Intralase FS60 (Intralase, Irvine, Kalifornien, USA) gesetzt, um anschließend eine Fehlsichtigkeitskorrektur bei Myopie mittels LASIK durchzuführen. Hierbei kamen 3 verschiedene Laser zum Einsatz: zunächst der Technolas Kerakor 217z (Bausch and Lomb, Chiron GmbH, Dornach, Deutschland), ab November 2009 der Schwind Amaris 500E (Schwind Eye-tech-solutions GmbH, Deutschland) und schließlich ab Oktober 2012 der Schwind Amaris 750S (Schwind Eye-tech-solutions GmbH, Deutschland). Retrospektiv wurden die intra- und postoperativen Komplikationen zusammengefasst und analysiert. Klinische Untersuchungen erfolgten ein Tag, eine Woche und einen Monat postoperativ. Ergebnisse: Intraoperativ wurde in 4 Fällen ein inkompletter “side-cut” beobachtet. 3 dieser 4 Fälle ereigneten sich im ersten Jahr der Benutzung des FSLs. Unregelmäßige, unvollständige oder zu dünne Flaps, sowie „buttonholes“ und Gasdurchbruch in die Vorderkammer wurde nicht beobachtet. In 44 Fällen wurden Epitheldefekte und in 5 dezentrierte Flaps festgestellt. Patienten beklagten trockene Augen in 55, 208 und 267 Fällen, ein Tag, eine Woche bzw. einen Monat nach der Operation. Diffuse lamelläre Keratitis (DLK) ersten Grades wurde in 69 Augen und zweiten Grades in 20 Augen ein Tag postoperativ registriert. Einen Monat nach der Operation wurde die DLK ersten Grades nur in 3 Augen und zweiten Grades nur in 2 Augen beobachtet. Zu Epitheleinwachsungen kam es in 20 Augen. Schlussfolgerung: Zu inkompletten “side-cuts” kam es hauptsächlich im ersten Jahr des FSL Einsatzes. Schwerwiegende Schnittkomplikationen konnten in keinem Auge beobachtet werden. Dies verdeutlicht die Überlegenheit des FSLs gegenüber dem Mikrokeratom bei der LASIK, so dass der FSL als Standard für die Flaperzeugung bei der LASIK angesehen werden kann.
Referent/in: Nikolaus Luft (Linz)
Fragestellung: Ziel dieser Studie war es, die zentrale, parazentrale und periphere Hornhautepitheldicke in den ersten sechs Monaten nach Small Incision Lenticule Extraction (SMILE) mittels Spectral-Domain OCT zu untersuchen. Methodik: In diese prospektive Studie wurden Patienten inkludiert, bei denen an beiden Augen eine SMILE Operation geplant war. Mittels Spectral-Domain OCT (RS-3000 Advance; NIDEK Co. Ltd., Japan) wurde die Hornhautepitheldicke, die Stromadicke sowie die Hornhautgesamtdicke an 17 Punkten im Abstand von 1,25mm entlang des horizontalen, vertikalen und der beiden schrägen Meridiane erhoben. Neben SD-OCT Messungen wurde die best-korrigierte Sehstärke und die subjektive Refraktion präoperativ, sowie einen Tag, eine Woche, 6 Wochen, 3 Monate und 6 Monate postoperativ festgehalten. Weiters wurden präoperativ, 3 und 6 Monate postoperativ Scheimpflug Aufnahmen (Pentacam HR; Oculus, Germany) angefertigt. Ergebnis: Vierzig Augen von 20 Patienten wurden in diese Studie inkludiert. Das mittlere sphärische Äquivalent des extrahierten Lentikels betrug 5.22±1.57 Dioptrien und die mittlere Lentikel-Dicke belief sich auf 100±22µm. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass die Epitheldicke innerhalb der zentralen 5mm Zone präoperativ 52.3±3.4µm, 52.8±3.3µm am ersten postoperativen Tag (p=0.99), 53.4±3.8µm nach 1 Woche (p=0.43), 55.6±3.3µm nach 6 Wochen (p< 0.01) und 56.9±4.5µm nach 3 Monaten (p< 0.01) betrug. Zwischen dem Ausmaß der epithelialen Hyperplasie und der Höhe des sphärischen Äquivalentes des Lentikels bzw. der Lentikeldicke konnte eine statistisch höchst signifikante Korrelation (p< 0.01) festgestellt werden. Schlussfolgerung: Während sich die Hornhaut-Stromadicke innerhalb der ersten 6 postoperativen Monate nach SMILE stabil zeigte, wurde ein signifikantes Hornhautepithel-Remodelling im Sinne einer – von der Höhe der refraktiven Korrektur abhängigen - Zunahme der Epitheldicke verzeichnet. Eine umfassende Analyse des Hornhaut-Remodellings nach SMILE innerhalb der ersten 6 postoperativen Monate sowie etwaige Auswirkungen auf die refraktiven Ergebnisse oder cornealen Aberrationen höherer Ordnung wird nach dem vollständigen Follow-up der Studienpopulation möglich sein.
Kursreferent: Apostolos Lazaridis (Marburg)
Hintergrund: Darstellung einer neuen chirurgischen Technik zur Korrektur von Lasikkomplikationen. Methodik: Ein 28-jähriger Patient kam in unsere Klinik nach einer auswärtigen Mikrokeratom-Lasik bei mäßiger Myopie und Astigmatismus. Aufgrund einer Daten-Verwechselung betrug der cc-Visus 0.63 mit +6.5/-9.0/84°. Des Weiteren bestanden Striae im Flap und die gesamte Hornhautdicke lag unter 280µm. Nach einer Wartezeit von einem halben Jahr blieb die Hornhaut stabil. Aufgrund einer Intoleranz scheiterte der Versuch eine formstabile Kontaktlinse anzupassen. Der Brechfehler war zu hoch um diesen mittels einer phaken IOL zu korrigieren. Für einen refraktiven Linsenaustausch war der Patient zu jung. Ein refraktives Lentikel mit -4.0/ -4.25 D cyl wurde im Rahmen einer torisch-myopen ReLEx® FLEx entnommen. Das Epithel am Empfängerflap wurde entfernt. Danach folgten: Hydrostretching vom Flap, achsengerechte Positionierung des torischen Lentikels unter dem Flap und Verankerung des Flaps mit einer doppelten gegenläufigen Naht nach Hofmann, die nach 1 Monat entfernt wurde. Ergebnis: Zum Zeitpunkt der Abstract-Einreichung liegen 4-Monatsergebnisse vor. Der Flap ist ganz glatt. Es besteht ein Interface-Haze 1+. Der cc-Visus beträgt 0.63 mit -6.0/-4.0/85°. Sechs Monate nach der RLT soll durch die Implantation einer torischen phaken IOL die Emmetropie erreicht werden. Schlussfolgerung: RLT ist eine innovative interessante Technik zur Rehabilitation von sehr dünnen Hornhäuten nach Lasik und einem mit anderen Mitteln nicht korrigierbarem refraktiven Ergebnis. Diese Technik basiert auf der ReLEx® -OP mit dem VisuMax® Femtosekundenlaser (Carl Zeiss Meditec AG/). Die Technik ermöglicht die (Teil)korrektur des Brechfehlers, in unserem Falle in den mit einer pIOL korrigierbaren Bereich. Diese Arte der Transplantation hat ein geringes Abstoßungsrisiko, ist reversibel und stellt die normale Hornhautdicke wieder.
Referent/in: Isaak Fischinger (München)
Fragestellung: Das Ziel dieser Arbeit ist es die Sicherheit der oberflächlichen Quervernetzung (SCXL) im Interface während der LASIK zu prüfen. Methodik: In einer prospektiven Studie wurden 76 Augen von 76 Patienten mit einer LASIK zur Korrektur einer Myopie behandelt und über ein Jahr hinweg kontrolliert. Alle behandelten Augen wiesen einen „ectasia risk score“ von zwei oder mehr auf. Nach einer Standard-LASIK (90µm-flap) wurde ein beschleunigtes CXL durchgeführt (Riboflavinsättigung mit 0.5% Riboflavin für 2 Minuten, 9mW/cm2 Bestrahlung für 5 Minuten). Zusätzlich zu den üblichen Nachkontrollen nach einem und zwölf Monaten wurde stets ein Vorderabschnitts-OCT durchgeführt. Die aufgetretenen Komplikationen wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen, bei welcher eine Standard-LASIK (105µm-flap) durchgeführt wurde und welche bezüglich Alter, Geschlecht und der geplanten Korrektur gematcht wurde. Ergebnisse: Einen Monat postoperativ zeigte sich bei fünf Augen der SCXL Gruppe und nur bei einem Auge der Kontrollgruppe eine Verschlechterung der CDVA von einer Snellen-Linie (p< 0.05). Alle Augen erreichten ein Jahr postoperativ wieder ihren präoperativen Visus, was für eine Komplikationsrate unter 5% spricht. Das refraktive Ergebnis war nach einem Jahr bei beiden Gruppen gleich. Frühpostoperative Komplikationen wie Hornhauterosio (16%), DLK 1(38%) und DLK 2(5%) traten nach dem SCXL signifikant häufiger auf und führten zu einem signifikant niedrigeren unkorrigierten Visus ein Monat postoperativ. Schlussfolgerung: Bei der Betrachtung der Ein-Jahresergebnisse erweist sich das SCXL als eine sichere Zusatzbehandlung zur LASIK. Es ist jedoch mit vermehrten postoperativen Komplikationen und einer längeren Visusrehabilitation verbunden. Ob sich durch das SCXL iatrogene Keratektasien verhindern lassen bleibt offen.
Referent/in: Christoph Kranemann (North York)
Patients undergoing hyperopic laser vision correction (LVC) simultaneously were treated with partial corneal crosslinkg (CXL) and prospectively followed for at least 4 years. They were compared to a retrospective group of historic controls who had hyperopic LVC without CXL. 32 patients were enrolled in either group with no statistically significant differences in age, sex or preop refractions. At the time of LVC partial CXL was performed with a soak time of 1:15 min and accelerated CXL with 30 W/cm2 for 1:15 min. The postoperative refraction/wavefront and topography were analyzed annually. There was a progressive drift to hyperopia in the LVC only group with a mean spherical equivalent of +1.35 diopters at 4 years vs. +.35 diopters in the LVC/CXL group (P< 0.03). The mean topography reduced by 1.75 diopters to 44.75 in the LVC only group and by 0.3 diopters to 45.9 in the LVC/CXL group (P< 0.03). No complications of CXL were noted. There appears to be a beneficial effect of partial CXL in reducing the regression in hyperopic LVC.